Kassenärztlich zugelassene Psychotherapeuten und Psychiater in Bayreuth und Umgebung
Kassenärztlich zugelassene Psychotherapeuten und Psychiater in Bayreuth und Umgebung

Welche Psychotherapieverfahren gibt es ?


Für die seelischen Erkrankungen gibt es

unterschiedliche Therapieverfahren.

Die Wirksamkeit aller Psychotherapieverfahren, die in der Gesetzlichen Krankenversicherung anerkannt sind, ist wissenschaftlich abgesichert und empirisch belegt.

Als Kassenleistung werden derzeit folgende Psychotherapieverfahren in
Einzel- oder Gruppentherapie für Erwachsene sowie

für Kinder und Jugendliche durchgeführt:

 

 

Psychotherapie bei Erwachsenen:


Analytisch begründete Verfahren

(Analytische Psychotherapie und

tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie)
Die analytisch begründeten Verfahren basieren auf

der Erkenntnis, dass in der Lebensgeschichte des Pa-
tienten erworbene unbewältigte Konflikte verdrängt
werden und unbewusst die Bewältigung aktueller Be-
lastungen und innerseelischer oder zwischenmensch-

licher Konflikte verhindert werden. Das führt zur Bil-
dung von seelischen und körperlichen Symptomen.

Diese Zusammenhänge werden in der Psychotherapie
verstanden und die Konflikte unter Nutzung der

persönlichen Potentiale gelöst.

 


Analytische Psychotherapie


Eine analytische Psychotherapie ist indiziert, wenn
die Symptomatik eng mit der Persönlichkeitsstruk-

tur verwoben ist.

Ziel der Behandlung ist die Veränderung der krankmachenden tief verwurzelten Grundstruktur. Wenn der Patient bereit ist, offen über alles zu sprechen, was ihn bewegt und bedrückt, kommt er zu einem tieferen Verständnis für sein innerseelisches Erleben und Reagieren sowie für seine zwischenmenschlichen Beziehungsmuster. Der unbewusste Konflikt wird erkannt und bewältigt; neue Lösungswege werden gesucht. So werden die Symptome überflüssig,
der Patient wird gesund, seelisch ausgeglichen
und stabil. Die analytische Psychotherapie ist eine
sehr zeitintensive Behandlung, wofür 2-3 Wochen-

stunden veranschlagt werden.

 


Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie


Eine tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie ist indiziert, wenn bestimmte Problembereiche und ak-
tuelle Konflikte zu bewältigen sind. Die Arbeit konzen-
triert sich auf das aktuelle Geschehen, sie geht nicht
so sehr in die Tiefe, die Zielsetzung ist begrenzt,
die Selbstentwicklung wird gefördert und unterstützt.

Auf diese Weise werden Besserung und Heilung möglich. Im Regelfall wird für die Behandlung eine Wochen-
stunde veranschlagt.

 

 


Verhaltenstherapie


Die Verhaltenstherapie geht u.a. davon aus, dass psychische und psychosomatische Erkrankungen in
engem Zusammenhang mit gelernten und veränderbaren
Prozessen auf den Ebenen des Handelns, Denkens und Fühlens stehen. Diese Prozesse werden durch die gezielte Intervention so verändert, dass sich darüber die Krankheitssymptomatik Schritt für Schritt abbaut. Der Patient lernt und trainiert hierfür neue Verhaltensweisen, Problemlösefähigkeiten und kognitive Strategien, zuerst mit dem Psychotherapeuten und dann in seinem Alltag. Eine wichtige Leitlinie dabei ist die Orientierung an vor-
handenen Fähigkeiten und die Hilfe zur Selbsthilfe.
Die Verhaltenstherapie ist nicht immer auf den Ort
der therapeutischen Praxis begrenzt. So können für
die unterschiedlichen Störungen auch Übungen im all-
täglichen Leben erfolgen. Ängste können bspw.
nach fundierter Vorbereitung durch gezieltes und an
geleitetes Aufsuchen der ängstigenden Situatio-
nen abgebaut werden.

 

 

 

 

 

 


Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen


Eltern, die an Ihren Kindern anhaltende Störungen bemerken oder durch Lehrer, Erzieher oder Ärzte
auf Probleme aufmerksam gemacht werden, sollten

diese von einem geeigneten Arzt, Kinder- und Ju-
gendlichenpsychotherapeuten oder psychologischen

Psychotherapeuten abklären lassen.

Anlässe,psychotherapeutische Hilfe zu suchen sind z. B. Angstzustände, auffallend aggressives und dissozia-
les Verhalten, psychosomatische Störungen, Einnässen, Neurodermitis, Asthma, Diabetes, Sprechstörungen, hyperkinetisches Syndrom/Aufmerksamkeitsdefizit-störung, sowie  Konzentrations-, Lern- und Arbeitsstörungen. Hinzu kommen depressive Störungen, selbstverletzendes Verhalten Selbstmordgedanken, Essstörungen oder eine beginnende psychotische Entwicklung. Unter der Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen versteht man die Behandlung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen maximal bis zum 21. Lebensjahr.

 


Analytische und tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie mit Kinder und Jugendlichen


Analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten erarbeiten mit dem Kind oder Jugendlichen
Verständnis für die meist unbewussten seelischen Probleme und Konflikte, die hinter den Symptomen
stehen, um ihnen bei deren Bewältigung zu helfen. Kinder bringen ihre Probleme vor allem im freien Spiel, in Zeichnungen und im Verhalten zum Ausdruck, während Jugendliche eher darüber sprechen, was sie beschäftigt.
Zwischen Patient und Therapeuten entsteht eine Beziehung, in der sich die inneren Themen des Kindes oder Jugendlichen, seine Sorgen, Wünsche und Aggressionen, seine Konflikte und Ängste entfalten können und mit Hilfe des Therapeuten verstanden
werden. Mit der dadurch gewonnenen inneren
Sicherheit kann das Kind oder der Jugendliche neue
Wege zur Lösung seiner Konflikte finden.
Eltern sind zumeist die bedeutendsten Bezugspersonen für das Kind. Daher sind regelmäßige Gespräche mit ihnen wichtig für den Erfolg der Therapie.

Im therapeutischen Prozess können Eltern das
Krankheitsgeschehen verstehen lernen und neue Antworten auf das Kind entwickeln.

 


Verhaltenstherapie mit Kinder und Jugendlichen


Die verhaltenstherapeutische Kinder und Jugendlichen-psychotherapie verfügt über vielfältige lernpsycholo-gische und wissenschaftlich gut fundierte Behandlungs-konzepte bezogen auf die unterschiedlichen Störungs-bilder des Kindes- und Jugendalters. Die therapeutischen Interventionen werden dem jeweiligen Entwicklungsstand des Kindes und den besonderen Lebensumständen, in die die Störung eingebettet ist, in konkreter Form angepasst. Dabei sind zum einen die Möglichkeiten und Voraussetzungen von Kind und Eltern zu beachten, um ein aktives Lernen und Lösungen im System der Familie und der Schule herbeizuführen.

Zum anderen werden die altersentsprechenden Entwicklungsaufgaben berücksichtigt, mit denen sich die Kinder und Heranwachsenden vorrangig auseinander-setzen.
Parallel zur Kinderbehandlung erfolgen somit in der
Regel auch kontinuierlich Gespräche mit den Eltern und ggf. Lehrern und Erziehern, um die Entwicklungs- und Änderungsprozesse des Kindes fortlaufend abzustimmen und gemeinsame Lösungen herbeizuführen. Dies umschließt die Unterstützung der Eltern im Umgang mit eigenen Belastungen, Konflikten und Schwierigkeiten im Umgang mit dem Kind sowie das Steigern von familiären Problemlösestrategien.

 

Quelle: KVB-Leitfaden zur Psychotherapie

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